"Wir sind hier, um über uns hinaus zu wachsen!"


Von und zu Wittlensweiler - die Sturmdynastie lebt
Ein Bericht von den baden-württembergischen Landesmeisterschaften 2015
Eine Legende zum Vater zu haben - dazu noch eine lebende -  ein wahrhaft schweres Erbe.
Diese These von Franz von Assisi erwies sich auf den baden-württembergischen Landesmeisterschaften der Hochstapler einmal mehr als absolut richtig und richtungsweisend.
Während der berühmte Vater "Harry fahr den Wagen vor- Sturm" Anfang des 21. Jahrhunderts cmc-Wettbewerb um Wettbewerb gewann, Gegner aller und jeglicher couleur deklassierte, ja düpierte als wären sie lediglich dahergelaufene Dackel und schließlich 2011 mit seinem seitdem nie wieder überbotenen 31er Stapel auch die allerletzten Nörgler erst zum Verstummen und schließlich zu frenetischem Jubelchören führte, tja währenddessen saßen seine Nachkommen wohl im elterlichen Fort Knox und unternahmen ihre ersten fieberhaften Versuche im Hochstapeln mit den heimischen Bauklötzen (natürlich aus eigenem Anbau - noblesse oblige...).
Vier Jahre sind vergangen und aus den vier kleinen Windstößen sind mittlerweile vier beachtlichen Böen geworden.
So liefen sie dann auch auf und präsentierten sich bei den 24. ba-wü Hochstapler-Games, um den Wettbewerb mittels ihrer schieren, mengenmäßigen Überpräsenz zu prägen und donnergleich zu überrollen: sorgfältig gekämmt (vor allem Maxi), textil von "Mutter K" perfekt ausgestattet und aufeinander abgesturmt - äh: gestimmt, genetisch vereint durchs familäre Markenzeichen: das gewinnbringende Lächeln.
Ein Raunen ging durch die Menge, als der erste Sturm mit einem lässigen Rückwärtssalto die Arena betrat und seinen 14er Stapel noch bevor der Applaus ganz verklungen war, schon durch building, lifting und holding sicher zum placement gebracht hatte.
Hochkonzentriert, sehr sicher und ausgesprochen souverän folgten auch die beiden Schwestern, lediglich das Nesthäkchen Valtentin brauchte einige Millisekunden länger und musste seinen Stapel durch eine kurze unsichere Phase führen, da er das obligatorische Hose hochziehen vergessen hatte. Wahrscheinlich die Aufregung.

Skandal überschattet sächsische Landesmeisterschaften

Koblenz. Hatten die Langanky Brüder Max und Jacob noch die ersten zwei Wochen nach den sächsischen Meisterschaften über ihre Pressesprecher jede Schuld von sich gewiesen, brachte der Abgleich der Fingerabdrücke am Siegerstapel nun endlich die Gewissheit und zwang sie zu einem umfassenden Geständnis:
Max Langangky hat das Finale der Sachsenmeisterschaft nicht gewonnen, sondern sein vorher bereits ausgeschiedener Zwillingsbruder  Jacob Langangky, deutscher Conman-Meister von 2013!

Wie konnte das passieren, wie konnten sowohl der Schiedsrichter, die regionalen Kontrahenten als auch das ortskundige Publikum derart getäuscht und hinters Licht geführt werden? Wie Zeugenaussagen inzwischen belegen, hatte sich folgendes ereignet:
Nachdem der an diesem Tag (wie immer) deutlich stärkere Jacob L. durch einen Flüchtigkeitsfehler ausgeschieden war, entschieden sich die beiden Brüder kurzerhand die Rollen zu tauschen, um ihre Chancen zu erhöhen und abermals das Ticket zu den deutschen Meisterschaften im Herbst zu lösen. Im Schatten der CMC Arena tauschten sie vermeintlich unbeobachtet die komplette Wettkampfmontur inklusive der Startnummer und der Tennissocken! Was dann geschah ist hinreichend bekannt: Jacob alias Max holte sich in einem Herzschlagfinale zusammen mit Markus von Leubsdorf den Titel! Das alles ist jetzt Makulatur, die gesamte Branche ist geschockt!